Freitag, 25. April 2014
Graphen helfen Leben retten
Donnerstag, 24. April 2014
Literarische Ergänzungen zur gendergetriebenen Sprachverstümmelung Teil 1
Für alle herumgenderden Sprachverstümmlerinnen zur Erinnerung ein Text, den jeder bestimmt mal in der Schule lesen durfte...
Peter Bichsel: Ein Tisch ist ein Tisch
Ich will von einem alten Mann erzählen, von einem Mann, der kein Wort mehr sagt, ein müdes Gesicht hat, zu müd zum Lächeln und zu müd, um böse zu sein. Er wohnt in einer kleinen Stadt, am Ende der Straße oder nahe der Kreuzung. Es lohnt sich fast nicht, ihn zu beschreiben, kaum etwas unterscheidet ihn von andern. Er trägt einen grauen Hut, graue Hosen, einen grauen Rock und im Winter den langen grauen Mantel, und er hat einen dünnen Hals, dessen Haut trocken und runzelig ist, die weißen Hemdkragen sind ihm viel zu weit.
Im obersten Stock des Hauses hat er sein Zimmer, vielleicht war er verheiratet und hatte Kinder, vielleicht wohnte er früher in einer andern Stadt. Bestimmt war er einmal ein Kind, aber das war zu einer Zeit, wo die Kinder wie Erwachsene angezogen waren. Man sieht sie so im Fotoalbum der Großmutter. In seinem Zimmer sind zwei Stühle, ein Tisch, ein Teppich, ein Bett und ein Schrank. Auf einem kleinen Tisch steht ein Wecker, daneben liegen alte Zeitungen und das Fotoalbum, an der Wand hängen ein Spiegel und ein Bild.
Der alte Mann machte morgens einen Spaziergang und nachmittags einen Spaziergang, sprach ein paar Worte mit seinem Nachbarn, und abends saß er an seinem Tisch.
Das änderte sich nie, auch sonntags war das so. Und wenn der Mann am Tisch saß, hörte er den Wecker ticken, immer den Wecker ticken.
Dann gab es einmal einen besonderen Tag, einen Tag mit Sonne, nicht zu heiß, nicht zu kalt, mit Vogelgezwitscher, mit freundlichen Leuten, mit Kindern, die spielten — und das Besondere war, daß das alles dem Mann plötzlich gefiel.
Er lächelte.
«Jetzt wird sich alles ändern», dachte er. Er öffnete den obersten Hemdknopf, nahm den Hut in die Hand, beschleunigte seinen Gang, wippte sogar beim Gehen in den Knien und freute sich. Er kam in seine Straße, nickte den Kindern zu, ging vor sein Haus, stieg die Treppe hoch, nahm die Schlüssel aus der Tasche und schloß sein Zimmer auf.
Aber im Zimmer war alles gleich, ein Tisch, zwei Stühle, ein Bett. Und wie er sich hinsetzte, hörte er wieder das Ticken, und alle Freude war vorbei, denn nichts hatte sich geändert.
Und den Mann überkam eine große Wut.
Er sah im Spiegel sein Gesicht rot anlaufen, sah, wie er die Augen zukniff; dann verkrampfte er seine Hände zu Fäusten, hob sie und schlug mit ihnen auf die Tischplatte, erst nur einen Schlag, dann noch einen, und dann begann er auf den Tisch zu trommeln und schrie dazu immer wieder:
«Es muß sich ändern, es muß sich ändern!»
Und er hörte den Wecker nicht mehr. Dann begannen seine Hände zu schmerzen, seine Stimme versagte, dann hörte er den Wecker wieder, und nichts änderte sich.
«Immer derselbe Tisch», sagte der Mann, «dieselben Stühle, das Bett, das Bild. Und dem Tisch sage ich Tisch, dem Bild sage ich Bild, das Bett heißt Bett, und den Stuhl nennt man Stuhl. Warum denn eigentlich?» Die Franzosen sagen dem Bett «li», dem Tisch «tabl», nennen das Bild «tablo»und den Stuhl «schäs», und sie verstehen sich. Und die Chinesen verstehen sich auch. «Weshalb heißt das Bett nicht Bild», dachte der Mann und lächelte, dann lachte er, lachte, bis die Nachbarn an die Wand klopften und «Ruhe» riefen.
«Jetzt ändert es sich», rief er, und er sagte von nun an dem Bett «Bild».
«Ich bin müde, ich will ins Bild», sagte er, und morgens blieb er oft lange im Bild liegen und überlegte, wie er nun dem Stuhl sagen wolle, und er nannte den Stuhl «Wecker».
Er stand also auf, zog sich an, setzte sich auf den Wecker und stützte die Arme auf den Tisch. Aber der Tisch hieß jetzt nicht mehr Tisch, er hieß jetzt Teppich. Am Morgen verließ also der Mann das Bild, zog sich an, setzte sich an den Teppich auf den Wecker und überlegte, wem er wie sagen könnte.
Dem Bett sagte er Bild.
Dem Tisch sagte er Teppich.
Dem Stuhl sagte er Wecker.
Der Zeitung sagte er Bett.
Dem Spiegel sagte er Stuhl.
Dem Wecker sagte er Fotoalbum.
Dem Schrank sagte er Zeitung.
Dem Teppich sagte er Schrank.
Dem Bild sagte er Tisch.
Und dem Fotoalbum sagte er Spiegel.
Also: Am Morgen blieb der alte Mann lange im Bild liegen, um neun läutete das Fotoalbum, der Mann stand auf und stellte sich auf den Schrank, damit er nicht an die Füße fror, dann nahm er seine Kleider aus der Zeitung, zog sich an, schaute in den Stuhl an der Wand, setzte sich dann auf den Wecker an den Teppich und blätterte den Spiegel durch, bis er den Tisch seiner Mutter fand.
Der Mann fand das lustig, und er übte den ganzen Tag und prägte sich die neuen Wörter ein. Jetzt wurde alles umbenannt: Er war jetzt kein Mann mehr, sondern ein Fuß, und der Fuß war ein Morgen und der Morgen ein Mann.
Jetzt könnt ihr die Geschichte selbst weiterschreiben. Und dann könnt ihr, so wie es der Mann machte, auch die anderen Wörter austauschen:
läuten heißt stellen,
frieren heißt schauen,
liegen heißt läuten,
stehen heißt frieren,.
stellen heißt blättern.
So daß es dann heißt: Am Mann blieb der alte Fuß lange im Bild läuten, um neun stellte das Fotoalbum, der Fuß fror auf und blätterte sich auf den Schrank, damit er nicht an die Morgen schaute.
Der alte Mann kaufte sich blaue Schulhefte und schrieb sie mit den neuen Wörtern voll, und er hatte viel zu tun damit, und man sah ihn nur noch selten auf der Straße.
Dann lernte er für alle Dinge die neuen Bezeichnungen und vergaß dabei mehr und mehr die richtigen. Er hatte jetzt eine neue Sprache, die ihm ganz allein gehörte.
Hie und da träumte er schon in der neuen Sprache, und dann übersetzte er die Lieder aus seiner Schulzeit in seine Sprache, und er sang sie leise vor sich hin.
Aber bald fiel ihm auch das Übersetzen schwer, er hatte seine alte Sprache fast vergessen, und er mußte die richtigen Wörter in seinen blauen Heften suchen. Und es machte ihm Angst, mit den Leuten zu sprechen. Er mußte lange nachdenken, wie die Leute zu den Dingen sagen.
Seinem Bild sagen die Leute Bett.
Seinem Teppich sagen die Leute Tisch.
Seinem Wecker sagen die Leute Stuhl.
Seinem Bert sagen die Leute Zeitung.
Seinem Stuhl sagen die Leute Spiegel.
Seinem Fotoalbum sagen die Leute Wecker.
Seiner Zeitung sagen die Leute Schrank.
Seinem Schrank sagen die Leute Teppich.
Seinem Tisch sagen die Leute Bild.
Seinem Spiegel sagen die Leute Fotoalbum.
Und es kam so weit, daß der Mann lachen mußte, wenn er die Leute reden hörte.
Er mußte lachen, wenn er hörte, wie jemand sagte: «Gehen Sie morgen auch zum Fußballspiel?» Oder wenn jemand sagte: «Jetzt regnet es schon zwei Monate lang.» Oder wenn jemand sagte: «Ich habe einen Onkel in Amerika.»
Er mußte lachen, weil er all das nicht verstand. Aber eine lustige Geschichte ist das nicht. Sie hat traurig angefangen und hört traurig auf. Der alte Mann im grauen Mantel konnte die Leute nicht mehr verstehen, das war nicht so schlimm. Viel schlimmer war, sie konnten ihn nicht mehr verstehen.
Und deshalb sagte er nichts mehr.
Er schwieg.
Montag, 27. Januar 2014
Lutscht mir den Lanz!
Donnerstag, 16. Januar 2014
Beweis: Zeitreisen sind möglich!
Interessanterweise kam das Buch an, bevor es geschrieben wurde. Hoffentlich liegt hier nicht ein ganz skurriler Fall eines Plagiats vor...
Gar nicht auszudenken!
Montag, 23. Dezember 2013
Heiligmorgen
Montag, 11. November 2013
Die Birkelfein-Artefakte
Die Erfahrungen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft haben uns gelehrt, dass man einfach so holterdiepolter in der Zeit herumreisen kann. Hier hat die Praxis die Theorie eingeholt. Während man zu Präzeitreisezeiten noch der Meinung war, man müsse – falls Zeitreisen irgendwann möglich seien – mit äußerster Vorsicht durch die Zeit reisen, bloß nix anfassen, bloß nix kaputt machen oder keinen umbringen und schon gar nicht einen seiner Vorfahren... Sie kennen die Paradoxien, die um das Zeitreisephänomen gesponnen wurden. Das Großvater-Paradoxon oder Varianten des Schmetterlingseffekts, indem ein Zeitreisender in prähistorischer Vergangenheit aus Versehen – oder mit Absicht – ein Insekt zertritt und damit in der Folge die gesamte Menschheit auslöscht, was wiederum dazu führt, dass niemand in die Vergangenheit reisen konnte, kann, können wird, um das Insekt zu zertreten, also stirbt die Menschheit doch nicht aus und so weiter und so fort. Das kann natürlich nicht sein. Darauf kamen die Denker der Vorzeitreisezeit von ganz alleine und es entstanden wilde Theorien über Paralleluniversen, in denen sich jede nur denkbare Möglichkeit zu jedem Zeitpunkt in ein neues Universum verzweigt. Stehe ich also an einer Weggabelung, dann entsteht in dem Augenblick, da ich den rechten Weg wähle ein Universum in dem ich den rechten Weg gewählt habe. Gleichzeitig entstehen aber auch alle anderen Universen, in denen es anders kam. Ein Universum, in dem ich nach links ging, eins in dem ich einen Anruf bekam und umkehrte, eins in dem ich, bevor ich mich entscheiden konnte, vom LKW überfahren, vom Blitz getroffen, von einem Meteor erschlagen, einem Herzanfall zum Opfer gefallen bin oder von Außerirdischen entführt wurde. Letzteres natürlich nur in einem Universum, in dem es Außerirdische gibt, was ja zwangsläufig nicht in jedem Universum der Fall sein muss. Denn seit Anbeginn der Zeit – und das ist wörtlich zu nehmen – entstehen innerhalb jedes Gegenwartsquantums (also der Dauer eines Jetzts bzw. der kleinsten Zeitspanne überhaupt), also dem, was wir etwas ungenau „Augenblick“ nennen, alle möglichenr Universen, nämlich genau so viele wie möglich sind. Jede Möglichkeit ist zu jedem Zeitpunkt Ausgangspunkt eines neuen Universums. Die einzelnen Universen können sich dabei sehr ähnlich sein, je „dichter“ sie beieinander liegen, oder auch komplett verschieden, je nach Dauer des Zeitraums, der zwischen ihren Entstehungen liegt. Das ist aber eigentlich egal, so die Theorie, da das Ich, das den rechten Weg genommen hat, niemals ein anderes Universum besuchen oder auch nur wahrnehmen könnte, indem sich das Ich anders entschieden hat. Genaugenommen bin das auch gar nicht mehr ich, wenn ich nach links gegangen bin oder einem plötzlichen Impuls folgend mich einfach erst mal hingelegt habe... gleich hier an der Weggabelung.
Innerhalb dieser Multiversen-Theorie nimmt die Zeitreise daher auf den ersten Blick nur eine weitere Möglichkeit ein. Reist jemand durch die Zeit, dann entsteht dadurch einfach ein weiteres Universum1. Doch das stimmt nur bedingt, denn denkt man die Theorie einmal konsequent durch, haben wir im Falle einer Reise in die Vergangenheit den besonderen Fall, dass jemand das Universum A verlässt, um durch sein Erscheinen in der Vergangenheit ein Universum Z zu erzeugen, in dem er fortan leben wird. Dabei muss es so sein, dass für unseren Zeitreisenden Universum A in dem Augenblick endet da er dessen Zeit verlässt und Universum Z sich in dem Augenblick manifestiert, da unser Zeitreisender dort ankommt. Über eine gewisse Zeitspanne liefen die beiden Universen A und Z dann parallel „nebeneinander“ her, wobei unser Zeitreisender bis zu dem Zeitpunkt der Zeitrechnung in Universum Z, da er Universum A verlassen haben wird, glaubt, Wissen über die Zukunft in Universum Z zu haben, da er diese als Vergangenheit von Universum A wähnt, die er ja zu kennen glaubt. Allerdings hat in der Vergangenheit seines Ausgangsunversums A keine Zeitreise stattgefunden, weshalb der Zeitenlauf ab der Entstehung von Universum Z nicht deckungsgleich mit dem von Universum A sein wird. Die Abläufe driften mit wachsender Zeitachse immer weiter auseinander. So dass es denkbar ist, dass der Zeitreisende – reist er nur weit genug in die Vergangenheit – in Universum Z nie geboren wird. Was aber egal ist, da unser Zeitreisender ja spontan mit dem Universum Z entstanden ist, so wie alles andere in diesem Universum auch, und es insofern ohne Bedeutung ist, ob er irgendwann einmal in Universum Z geboren wird oder nicht. Selbst dann nicht, wenn er dort auch eine Zeitreise antreten würde, was zwangsläufig zu einem weiteren neuen Universum Z2 führen würde usw.
Auf Basis dieser Theorie ist eine Zeitreise insofern zweckfrei, da sie die Zeitabläufe im Universum A nicht ändert, sondern einfach ein neues Universum Z entstehen lässt, in dem man dann versuchen kann, die Abläufe gemäß des Wissens aus Universum A zu manipulieren, was klappen kann oder nicht. Dem Universum A ist es egal. Das Universum A läuft einfach weiter, ab einem gewissen Zeitpunkt ohne unseren Zeitreisenden, was möglicherweise ein Problem des Energieerhaltungssatzes ist, aber davon abgesehen ändert die Zeitreise in Universum A nichts, außer, dass ein Mensch spurlos aus ihm verschwindet. Aber das kommt ja ständig vor. Menschen verschwinden eben.
Tatsächlich verhält es sich mit dem Universum oder den Universen etwas anders, wie wir heute wissen und somit eigentlich schon immer wussten oder zumindest irgendwann mal wissen werden. Wir reden deshalb lieber vom „Alles“, das per Definition alles beinhaltet, auch alle Universen, und zwar immer. Das macht alles etwas einfacher.
Im Falle einer Zeitreise verhält es sich allerdings so, dass der Zeitreisende sein Universum nie verlässt. Er kann das per Definition auch gar nicht, da Parallel-Universen abgesehen von einem möglichen gemeinsamen Ausgangspunkt keinerlei Verbindung mehr miteinander haben. Die „Distanz“ zwischen Parallel-Universen bleibt unüberwindbar, wie es einst die Lichtgeschwindigkeit war, aber das ist ein andere Geschichte. Tatsächlich befindet sich der Zeitreisende zu jedem Zeitpunkt in einem Universum AZ, in dem die Zeitreise bereits inbegriffen ist. Aus Sicht des Zeitreisenden findet eine gewisse Kontinuität statt. Er lebt in Universum A so vor sich hin, macht dann eine Zeitreise und landet in der Vergangenheit. Dabei ist sein Erleben allerdings einer gewissen Kontinuität unterworfen, denn für unseren Zeitreisenden läuft die Zeit – trotz Zeitsprung – subjektiv kontinuierlich weiter. Der Zeitpunkt zu dem er in der Vergangenheit als Zeitreisender ankommt liegt für ihn ganz klar unterscheidbar vor dem selben Zeitpunkt bevor er die Zeitreise gemacht hat: Reisen wir also aus dem Jahr 2020 zum 5. November 2010 11.45 Uhr zurück, so liegt dieses Datum für den Zeitreisenden eindeutig vor dem „ersten Mal“, da er den 5. November 2010 11.45 Uhr im „normalen“ Zeitfluss erlebt hat. Subjektiv betrachtet befindet sich unser Zeitreisender in einem Universum AZ, in dem eben seine Zeit bedingt durch den Zeitsprung nicht synchron zur Universalzeit läuft... oder es ist einfach ein weiteres Universum AZ entstanden, in dem die Zeitreise inklusive ist. Wir hätten also ein Universum AZ, das sowohl Universum A als auch Universum Z beinhaltet, was entweder bedeutet, dass Universum A und Univesum B gar keine eigenständigen Universen sind oder eben das „übergeordnete“ Universum AZ keines ist.
Bei Reisen in die Zukunft läuft das alles übrigens viel weniger kompliziert, zumindest bis zu dem Zeitpunkt, da man wieder in die Gegenwart zurückkehrt. An dieser Stelle merkt man übrigens schnell, dass Begriffe wie Gegenwart, Zukunft oder Vergangenheit nur bedingt sinnvoll sind. Denn ein Zeitreisender reist von seiner Warte aus niemals in die Zukunft oder die Vergangenheit. Er bleibt stets in der Gegenwart, wobei lediglich der Zeitpunkt seiner Gegenwart auf der Zeitachse untypisch verläuft. Das führt dazu, dass ein bestimmter Zeitpunkt aus seiner Warte gleichzeitig in der Vergangenheit UND der Zukunft liegt. Reist unser Zeitspringer also am Mittwoch zum vorangegangenen Montag, dann ist der Dienstag für ihn gleichzeitig gestern und morgen. Vorausgesetzt es ist dann noch derselbe Dienstag wie vorher. Was er ist. Vertrauen Sie mir!
Um das zu verdeutlichen, wird immer wieder gerne die alte Geschichte von Goos Birkelfein erzählt. Wie Sie wissen ist Birkelfein einer der berühmtesten Zeitreisenden, wenn nicht der berühmteste (und möglicherweise der bisher einzige und um ihn ranken sich allerhand Anekdoten. Seine Berühmtheit rührt wohl auch von den Geheimnissen, die sich um diesen Außergewöhnlichen Zeitgenossen ranken, die Legenden und Spekulationen über seine Herkunft, sowohl räumlich als auch zeitlich. Sicherlich ist nicht alles wahr, was über Goos Birkelfein erzählt wird, vor allem sollten die Berichte über seine Sichtungen in allen nur denkbaren Zeiten mit größter Vorsicht und der notwendigen wissenschaftlichen Distanz bewertet werden, aber darauf kommt es bei solchen Geschichten eigentlich auch nicht wirklich an. Sollten Sie übrigens noch nie etwas von Goos Birkelfein gehört haben, sollten Sie sich vielleicht fragen, ob Sie im richtigen Universum sind... ein kleiner Scherz am Rande.
Das erste verifizierte Erscheinen von Goos Birkelfein ist hinlänglich bekannt. Das Zeit-Zeugnis kennt jedes Kind und es ist heute im Tempus-Museum in Münschen zu bestaunen: Der Birkelfein-Löffel. Er ist aus mehreren Gründen von ganz besonderer Bedeutung und zählt wohl zu den berühmtesten seiner Art. Zum einen ist er mit einem Alter von etwa 65 Millionen Jahren das älteste Birkelfein-Artefakt, zum anderen ist er, trotz seines Alters, der optisch am besten erhaltene der bisher gefundenen sieben Haupt-Birkelfein-Artefakte. Und schließlich ist er das letzte bis dato gefundene Artefakt. Alle später gefundenen Artefakte wurden entweder als Fälschungen entlarvt oder konnten nicht mit ausreichender Sicherheit verifiziert werden. Unter andrem fehlte Ihnen die typisch Birkelfein'sche Strahlungssignatur. Die übrigens auch beim ältesten Artefakt, dem Birkelfein-Löffel, fehlt, was in diesem speziellen Fall allerdings seinem Alter gezollt ist. Kritiker behaupten allerdings, dass seit 1972 deshalb kein neueres Birkelfein-Artefakt mehr anerkannt wurde, weil jedes weitere Artefakt die komplette Benennung aller bisher katalogisierten Artefakte notwendig machen würde. Das hat seinen Ursprung in der etwas unkonventionellen Typologisierung der Birkelfein-Artefakte. Andererseits handelt es sich nur um sieben Haupt-Artefakte, was den Aufwand für eine Neunummerierung überschaubar macht.
Wie Sie gewiss noch aus der Schule wissen, sind die Birkelfein-Artefakte nach ihrem Alter und ihrer Fundchronologie katalogisiert. Das „Birkelfein-Artefakt A7“ BA A7, das BA steht für Birkelfein-Artefakt, ist also das älteste Artefakt (A), das allerdings erst als bisher letztes oder siebtes (7) gefunden wurde. (BA A7) gehört zweifellos zu den beeindruckendsten Artefakten und die Geschichte seines Fundes ist allseits bekannt2. Mindestens ebenso interessant ist aber die Geschichte von BA G1“. BA G1 ist das jüngste der sieben Haupt-Artefakte, wurde allerdings als erstes gefunden3. BA G1 ist seinem Besitzer höchstens fünf Jahre bevor es gefunden wurde aus der Tasche gefallen... oder nur fünf Minuten zuvor. Leider können wir das noch nicht genau feststellen!
Dienstag, 22. Oktober 2013
Alternative Wirklichkeit: Wer will die Grüne Peter?
Ihr Gespür für Machtspielchen und Taktik hat Simone Peter bereits bei den Saar-Grünen unter Beweis gestellt, als sie sich von Hubert Ulrich auf den Kuhhandel mit dem geteilten Fraktionsvorsitz im Landtag einließ. Wir erinnern uns: Weil die Fraktion (bestehend aus zwei Mitgliedern: Ulrich/Peter) sich nicht über den Fraktionsvorsitz einigen konnte, wurde er (und die Bezüge für den Fraktionsvorsitz) aufgeteilt: 2,5 Jahre für jeden, wobei Hubert Ulrich die ersten 2,5 Jahre bekam. Man musste kein Prophet sein, um damals die Prognose treffen zu können, dass - egal wie - Simone Peter nie im Leben ihren Teil des Fraktionsvorsitzes antreten werde. "Bis dahin fließt noch viel Wasser die Saar herunter", war in gut und nicht so gut unterrichteten Kreisen der Tenor. Wie es jetzt kam, war gewiss nicht geplant, aber doch sehr willkommen! Hubert Ulrich war bestimmt nicht traurig, seine Grüne Peter loszuwerden. Gibt es doch im engeren Führungskreis der Saar-Grünen Personal, mit dem er besser kann...
Nun kann man nur spekulieren, wie die auf bundesebebene recht unbekannte Simone Peter zu der Ehre kommt, Grünen-Prateivorsitzende werden zu sollen...
Liegt es an der erfolgreichen Arbeit des Günen-Landesverbandes an der Saar, der regelmäßig die bundesweit schlechtesten Landtagswahl- und Bundestagswahlergebnisse einfährt? Eher nicht!
Oder liegt es daran, dass sie sympathisch ist? Süß aber doof, vielleicht?
Denkbar ist, dass der Entscheidung, Frau Peter auf den Chefsessel der Bundes-Grünen zu hiefen, eine Rundmail an die Landesvorsitzenden der Grünen voranging:
"Liebe Freundinnen und Freunde,
wir suche eine oder einen Doofen, den wir, bis sich die Bundestagswahlwogen wieder geglättet haben, als Bundesvorsitzende/n in den Wind hängen können. Weiß vielleicht jemand eine oder einen, die/der das machen könnte?
Mit grünem Gruß
Die Grünen aus Berlin
PS.: Es gibt auch keinen Gegenkandidaten!"
... oder so.
Da hätte der Landesvorsitzende der Günen an der Saar, Hubert Ulrich, nicht lange überlegen müssen. Klar würde er da eine kennen...
Der Rest könnte bereits Geschichte sein oder nur eine alternative Wirklichkeit.
Schaun wir mal!

