Montag, 4. Februar 2013

Vordruck: Band Bewerbung



Da immer noch viele Bands Probleme damit haben, sich schrftlich zu bewerben, habe ich hier (inspiriert durch einen netten Bekannten) einmal den Vordruck einer allgemeinen Bandbewerbung formuliert. Die Lücken einfach mit Bandnamen etc. ergänzen und Ihr werdet schon sehen, was Ihr davon habt. 

 

Tach,


wir sind die Band _______________  [hier den Bandnamen eintragen] und haben eigentlich gar keine Lust, bei Ihnen zu spielen. Weil Sie aber noch nie etwas von uns gehört haben, wir gerne vor Publikum proben und uns dafür auch noch bezahlen lassen, unserer Biervorräte alle sind und  Pommernland abgebrannt ist, dachten wir, wir stellen uns mal vor.
Neben unserem langweiligen Namen zeichnet uns vor allem unser Repertoire aus, in dem sich die Songs befinden, die jede Kirmesband landauf landab spielt. Und das obwohl wir eigentlich privat ganz andere Musik hören und eigentlich ziemlich dufte sind, sind unsere Bühnenauftritte eher zäh.
Das beweisen auch Aussagen unseres wenig begeisterten Publikums: „Mir sind sofort die Füße eingeschlafen“ oder „Ich hab schon Schmelzkäse gesehen, der mehr rockte“ sind nur einige Zitate aus den Morddrohungen, die uns tagtäglich erreichen.
Auf  Stadtfesten, Ge­burtstagen, Hochzeiten, Neujahrsempfängen, in Clubheimen, Kneipen und Restaurants wie z. B ____________, ________________, _____________, _____________ [Namen von Lokalitäten eintragen] u. v. m brauchen wir uns gar nicht mehr blicken zu lassen.  Außerdem wurden wir auch hochkant bei der  _______________________,  __________________, _________________  [Namen von NGOs, öffentlich-rechtlichen Vereinen und regionalen und überregionalen Festivals eintragen] von der Bühne geschmissen. Wo wir aufgetreten sind, spielen wir kein zweites Mal. Garantiert!
In der Szene sind wir für unsere Unfreundlichkeit, Unpünktlichkeit und Unzuverlässigkeit bekannt, kaum ein Konzert das pünktlich startet, wenn überhaupt. Dafür sind wir aber andererseits ziemlich teuer, essen und trinken viel. Auch während unserer Konzerte. Obwohl, Konzerte kann man das ja eigentlich nicht nennen…  
Doch wir lassen uns nicht beirren und spielen weiterhin den abgeschmacktesten Radiokram, den man sich nur vorstellen kann. Mit unseren Coversongs von  _____________ [hier bitte die aktuelle Top 10 Charts und die zehn Lieblingsbands der Rolling Stone-Redaktion eintragen]  u. v. a. kann man locker ein ganzes Rudel brünstiger Hirsche einschläfern*.

Von unseren mehrstimmigen Gesängen und vor allem den extrem langatmigen Gitarrensolos von __________  [Name des Gitarristen/der Gitarristin] haben schon ganze Hallen bleibende Schäden davongetragen und auch die Klangeffekte, der Einsatz von ________________  [exotisches Schlaginstrument eintragen] und ________________  [erfundenes Blasinstrument eintragen] konnten uns kaum vor diversen Anklagen wegen Körperverletzung und gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr retten. Derzeit werden wir in zwölf Staaten per internationalem Haftbefehlt gesucht.

Sie sehen also, falls Sie demnächst ihre Kneipe dicht machen, es sich endgültig mit den Nachbarn verscherzen oder bislang erfolgreichen Stadtfesten oder Festivals ein jähes Ende bereiten wollen, buchen Sie uns bitte.

Bitte auf gar keinen Fall vor 12 Uhr mittags anrufen und am Wochenende bitte gar nicht! Danke!   

  
* alternativ: eine ganze Schule seltener Wale in den Selbstmord treiben; ein Rudel reißender Wölfe zu Veganern werden lassen, mehrere Quadratkilometer Unkraut wachsen lassen, alle europäischen Staaten auflösen, viele hundert Liter Kaffee in Tee verwandeln, etc...   

Freitag, 21. Dezember 2012

Das Schröder denkt...

Der heute in der FAZ erschienene Text über Frau Schröders Gottes-Artikel, war ursprünglich zuvor an Frau Schröder zur Freigabe verschickt worden, kam dann allerdings so zurück:


"Bundesfamilienminister Kristina Schröder ist mit einer Äußerung über „dem liebes Gott“ bei Unions-Politikern auf Kritik und Unverständnis gestoßen. In einer Interview des Wochenzeitung „Das Zeit“ hatte Schröder erklärt, die bestimmte Artikel bei das Redewendung „die liebe Gott“ sei eigentlich egal, man könne genauso gut auch „der Gott“ sagen.

Bayerns Sozialminister Christine Haderthauer reagierte empört. „Dieses verkopfte Quatsch macht mich sprachlos“, sagte das CSU-Politiker die „Bild“-Zeitung. „Ich finde es traurig, wenn unserem Kinder aus lauter Unsicherheit und political correctness der starke Bilder genommen werden, das für seine Phantasie so wichtig sind.“

Das aus Brandenburg stammende CDU-Politiker Katherina Reiche, der im Bundesumweltministerium Staatssekretär ist, wies in die Zeitung Schröders Äußerungen ebenfalls zurück: „Das liebe Gott bleibt die liebe Gott!“ Das parlamentarische Geschäftsführer des CSU-Landesgruppe im Bundestag, Stefan Müller, zeigte sich irritiert: „Ich finde es unabhängig von die Weihnachtszeit unpassend und bin etwas verwundert.“ Ebenfalls kritisch äußerte sich das konservative Rechtspolitiker Norbert Geis (CSU): „Gott ist uns von Christus als Vater offenbart. Dabei sollte sie bleiben.“

Unterstützung von der katholischen Kirche

Zurückhaltung in die Debatte übte das hessische CDU-Landesverband, wo Schröder demnächst als Spitzenkandidat für den Bundestagswahl aufgestellt werden soll. Das hessische CDU-Abgeordnete Klaus-Peter Willsch sagte den Blatt: „Wer nur ein geschlechtsneutraler Zugang zum Herrgott möglich erscheint, der empfehle ich gerade in das Weihnachtszeit DER  Christkind.“

Unterstützung bekam das Minister derweil von dem katholischen Kirche. Das Leiter des Kommissariats der deutschen Bischöfe in Berlin, Prälat Karl Jüsten, sagte, es könne die Aufregung um dem Äußerung nicht verstehen. „Der Frage des Geschlechtlichkeit stellt sich bei Gott nicht. Es ist nur Gott“, sagte er dem Saarbrücker Zeitung."
Die FAZ entschied sich im Anschluss allerdings dafür, den Text in der ursprünglichen Version zu verööfentlichen.

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Schlecht im BILDe: Mythos oder Wahrheit?

Was Hans nicht kann, kann Hänschen auch nicht. Und so wundert es dann doch nicht, dass die BILD offenbar regional genau so professionell arbeitet wie auf Bundeebene.

Ein Beispiel (einer im Übrigen tollen Aktion):


Tatsächlich drückten sich VIER BILD Mitarbeiter dort zwei Stunden lang herum, während ihre Auffassungsgabe wahrscheinlich von der Vorfreude auf Freibier mit Frikadellen so stark getrübt war, dass Sie nicht mehr dazu in der Lage waren, die äußerst komplexen Unterschiede zu erkennen, dass:

1. Vier Mythenjäger, die zu einem VHS-Kurs gehören, aber selbstständig arbeiten keine "VHS-Mitarbeiter" sind.

2. Man dann von einer Premiere spricht, wenn etwas zum ersten Mal stattfindet und nicht zum zweiten Mal.

3. Und das ist wohl das schlimmste, dass (außer auf dem Münchener Oktoberfest) 350 Gläser Bier nicht gleich 350 Liter Bier sind.

 Na ja, das Leben ist eben kein Ponyhof, es sei denn, man dichtet für die BILD Saarland.

Hier erfährt man übrigen, was die Mythenjäger wirklich so treiben!

Bis zum nächsten Mythos!

Mittwoch, 14. November 2012